Stoppt den Kahlschlag im fränkischen Seenland – kein CenterParc-Disneyland am Brombachsee (gedruckt) - QR Code Friendly


Unfassbar. Da soll doch allen Ernstes eines der wenigen Flecken unberührter Natur am Brombachsee in ein Urlaubs – Disneyland verwandelt werden. Und das auf einer Fläche von 155 Hektar, was einem Flächenverbrauch von gut 1,5 Quadratkilometern entspricht. Dazu kommen Infrastrukturmaßnahmen wie Zufahrtsstraßen und derlei Dinge mehr. Das würde dem Brombachsee und seiner Umgebung, die noch immer mit den ökologischen Nachwehen der Eingriffe für den Bau des Stausees zu kämpfen hat, endgültig den Garaus machen. Industrialisierte Freizeit hieße dann die Devise. Wer sich einmal die Dimension vor Augen führen will, die dieser Kahlschlag bedeutet, dem empfehle ich einen Besuch der Baustelle für die neue Gigafactory von Tesla in Brandenburg. Ich habe mir das im Juli einmal angesehen. Hier wurde auf der doppelten Fläche Wald gerodet. Das ist nichts anderes als ein ökologisches Blutbad, das sich nun am Brombachsee mit „nur“ der halben Fläche wiederholen würde, was mehr als ausreicht um die Landschaft in ein überdimensioniertes Spaßbad zu verwandeln. Seelenlos und zum Schaden der Anwohner und wirklich Erholungssuchenden.

Und doch scheint bei den Verantwortungsträgern der Region, Landrat und Bürgermeister, eine gewisse Sympathie für das Monsterprojekt zu bestehen. Die Gier nach dem schnellen Euro sticht die ökologische Vernunft. Das ist leider nicht neu und auch gängige Praxis. Diese Leute sollten sich einmal die Bilder der im Brombachsee versunkenen Mühlen ansehen. Wenn ich mich nicht täusche gab es hierzu sogar ein Video, das der Bayerische Rundfunk vertrieben hat. Dann würden sie sehen, was Industriealisierungsmaßnahmen für eine Landschaft bedeuten.

Fazit: Stoppt den Center Parc am Brombachsee. Finger weg von unserem Naherholungsgebiet und dem Lebensraum der Menschen im Weißenburger Land!

Claus Reis


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