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Kritik in Bürger- und Besuchermund – und das mit Recht!

Der Einstieg mit Zitaten aus der „Werbung“/ Beschreibung der Friedhöfe.

Zitat aus dem Flyer „ Die Hildener Friedhöfe im Überblick“


Die Begräbnisstätten sind nicht nur Ort zur Trauerbewältigung*, sondern sind durch ihre parkähnliche Gestaltung Orte der Besinnung und Erholung.


Zitat Internet : www.bestattung-information.de


Die Friedhöfe sind nicht nur die letzte Ruhestätte des Menschen, sondern auch bedeutende Grünanlagen, die es zu erhalten gilt.

Wenn ich das lese und mir die (veralteten) Bilder anschaue, erhalte ich einen guten Eindruck von den Friedhöfen der Stadt Hilden. Doch die Wirklichkeit zeigt ein anderes Bild. Keiner der Friedhöfe ist parkähnlich gestaltet, bedeutende Grünanlagen bestehen aus Gras, welche teilweise braun und löchrig sind.

Die Anreihung der Kolumbarien, der Baumgräber oder der Urnengruften ähnelt eher einer „moderneren“ Kriegsgrabstätte.

Die Gestaltungsart der Friedhöfe und der Kapellen ist zwischen 1970 und 1980 stehen geblieben.

Es ist heute möglich, „Altes“ zu erhalten und es dennoch in einem neuen, modernen Design erstrahlen zu lassen.
Landschafts- beziehungsweise Friedhofsgestaltung kann schön, warm, modern und einladend sein.

All dies sind die Friedhöfe der Stadt Hilden nicht!

Die Friedhöfe sind seit ca. 30 Jahren unverändert, die Veränderungen die es gab, fallen jedenfalls kaum jemandem auf.


Warum werden die Baumkronen bei den Baumgräbern nicht regelmäßig geschnitten?

Auf dem Südfriedhof, neben der Kapelle sieht das Baumfeld ungepflegt aus. Es kommt kein Licht durch die Kronen, der Rasen ist ausgedünnt, falls noch welcher da ist, die Grabplatten krumm und schief. Auch das neue Baumfeld sieht nicht viel besser aus. Es gibt kaum Sitzgelegenheiten, dass zum Thema Besinnung und Erholung.


Als Bürgerin der Stadt Hilden erzähle ich nun,warum mir dies so am Herzen liegt.


Im Januar dieses Jahres kam ich, aufgrund des Todes meiner Schwester, in Kontakt mit den Friedhöfen.

In vielen Gesprächen mit Hinterbliebenen, die bereits einen lieben Menschen beigesetzt hatten, wurde mir vom Hauptfriedhof abgeraten. Es blieben somit zu Auswahl der Nord- und der Südfriedhof. Der Südfriedhof ist bekannt für seine Baumgräber und naja, auf den ersten Blick sieht es recht ordentlich aus, besonders, wenn man im Januar eine Grabstelle sucht.


Meine Schwester äußerte den Wunsch Baumgrab, also entschieden wir uns ein Baumgrab auf dem Südfriedhof zu kaufen.


Sie starb recht jung und somit ist die Trauer groß und tief. Da wir auf der Grabfläche selbst nichts abstellen dürfen, entschieden wir uns auf dem Ablageplatz Grabschmuck und Kerzen zu platzieren. Immer wieder kam es zu Vandalismus, Blumen – und Gegenstandsdiebstahl.


Nach einer Unterredung mit einem Friedhofsgärtner (die Bezeichnung ist sicherlich nicht korrekt) wurde uns mitgeteilt, dass auch auf den Ablageplätzen keine Figuren, Bilder, Schalen, etc. abgestellt werden dürfen. Es sei nur für die Trauerfloristik gedacht (welche dort regelmäßig vergammelt!)

Wir bekamen auch einen Merkzettel, auf dem dies niedergeschrieben ist. Satzung für die Friedhöfe der Stadt Hilden:


Satzung (VII-09 Satzung für die Friedhöfe, §15 (8) ) Ablage von Trauerfloristik/ Grabschmuck und Kerzen sind auf der Fläche verboten, sie können an der dafür vorgesehenen Ablagestelle abgelegt werden. Ich verstehe die Satzung anders als den Merkzettel. Der Ablagebereich an dem neuen Baumfeld besteht aus einem Kiesfeld mit zwei Bänken, dahinter hässlich, ungepflegtes Gestrüpp. Da Platzmangel als Grund mit angegeben wurde, besteht doch hier die Möglichkeit, diesen Ablageplatz zu vergrößern und zu verschönern. Einen Ort der Begegnung und Besinnung zu schaffen.


Dies soll ein Ort der Trauerbewältigung (siehe erstes Zitat) sein …… wenn ich nicht mal eine Schale mit Blumen platzieren darf?


Im Mai besuchte ich einen Friedhof in Köln und schauen sie selbst, wie schön, warm, modern und einladend eine Ruhestätte sein kann.


Schön wäre, wenn das Friedhofsamt und/oder die Stadt Hilden die Auflagen für die Ablageflächen und Baumgrabfelder lockern würde.
Es wird nicht täglich gemäht und es werden auch nicht täglich Baumschnitte durchgeführt.
Die Ablageplätze sollten von der vergammelten Trauerfloristik befreit werden und nicht von Schalen mit Blumen, Kerzen oder Figuren die gepflegt werden.


Und ja, vielleicht bedarf es mehr Arbeit der Mitarbeiter und vielleicht muss auch mehr Geld in die Hand genommen werden, aber es wäre der Zeit und der Stadt angemessen !! Herzliche Grüße

I-M Kaiser

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Autor: Ilka-Marei Kaiser

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