Geplante Wechselstromtrasse P43 Fulda-Main-Leitung - QR Code Friendly

Bezug auf die Artikel der Mainpost vom 20.2.21 „Warum es Bergrheinfeld reicht“ (Schweinfurt) und vom 06.02.21 „Geplante Wechselstromleitung“ (Bad Brückenau)

und vom 25.02.21 „Widerstand gegen P43“ (Brückenau).







Der Norden Bayerns ist Spielball für die Energiewende



Die Corona-Situation wurde genutzt, um möglichst ohne Widerstand die Freileitung P43 per Gesetz als Notwendiger Bedarf durch zu winken.

Nach dem Kampf um die Südlink-Trasse durch Unterfranken in den Jahren 2016/18, in dem die Bürgerinitiative Gegenstrom zumindest eine Erdverkabelung erreichte, wurde es still und es hieß von offizieller Seite auch, dass keine weiteren Stromtrassen die Region belasten würden. Doch weit gefehlt. Mitte Dezember 2020 wurden die betroffenen Gemeinden und der Landkreis Bad Kissingen über den geplanten Trassenkorridor P43 informiert und hatten, über Weihnachten und Neujahr, bis zum 8. Januar Zeit eine Stellungnahme abzugeben.

Diese geplante Höchstspannungsleitung P43 soll von Bergrheinfeld nach Dipperz führen.

Die Trasse würde mit ihren bis zu 90m hohen und bis zu 60m breiten Masten eine Schneise durch das Saaletal ziehen.



Eine mutwillige Zerstörung unserer Heimat ist inakzeptabel.

Die Bevölkerung im Saaletal hat sich bewußt für den ländlichen Raum als Wohnort entschieden und gegen die Großstadt.

Die intakte Natur, Flora und Fauna stehen in Einklang mit Weinbau und sanftem Tourismus. Bio-Winzer und Bio-Landwirte prägen den Lebensraum für Mensch und Tier.

Der Bäder-Landkreis, mit Bad Kissingen als einen der bekanntesten Kurorte, wird nicht umsonst von psychosomatischen Kliniken frequentiert.



Wir fordern, die angeblich benötigten HGÜ-Leitungen dort zu verlegen, wo sie

A) benötigt werden und wo B) bereits vorhandene Trassen ausgebaut werden können.



Wir fordern, dass der für den Großraum Frankfurt, Ludwigshafen/Mannheim benötigte Strom über vorhandene Trassen in Hessen transportiert wird. Es kann nicht sein, dass unser fränkischer Lebensraum und die Naherholungsgebiete zerstört werden, um Industrieregionen mit Strom zu versorgen.



Wir fordern sowohl die Bayerische Regierung, als auch die Bundesregierung auf, den Lebensraum aller Menschen gleichwertig zu behandeln.

Im Oberbayerischen Seenland könnten zusätzliche Speicherseen entstehen, dann müßte der überschüssige in Deutschland erzeugte Strom aus regenerativen Energiequellen am Wochenende nicht an Österreich verschenkt werden, um ihn dann am Montag wieder teuer zurück zu kaufen.



In diesem Sinne fordern wir die Bundesregierung, das Land Bayern, die Bundesnetzagentur und die Netzbetreiberfirma Tenne T auf, Ihre Entscheidung zu überdenken und auf die geplante Höchstspannungsleitung P43 von Bergrheinfeld nach Dipperz zu verzichten.

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Autor: Denise Renninger

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