Hunger und Politik - QR Code Friendly

Schämt Euch!

                   Die Welt ist bei der Hungerbekämpfung vom Kurs abgekommen und entfernt sich immer weiter vom verbindlichen Ziel, den Hunger bis 2030 zu besiegen. Bereits die letzten UN-Berichte haben deutlich gewarnt, da die Zahl der Hungernden und Armen seit einigen Jahren wieder ansteigt.

                        Weltweit hungern etwa 811 Millionen Menschen und 41 Millionen leben am Rande einer Hungersnot.  Die reichen Staaten bestimmen die Regeln der internationalen Politik. Unfaire Handelsabkommen und Subventionen schaffen Marktzugänge und Preisvorteile für Unternehmen aus den Industrienationen. Entwicklungsländer exportieren vor allem Rohstoffe, die Gewinne schöpfen reiche Staaten ab.

Das alles sind lange bekannte Tatsachen und die Politiker der westlichen Länder, insbesondere der Europäischen Union versprechen seit Jahrzehnten, alles zu unternehmen, um den unsäglichen Hunger, der in den ärmsten Ländern dieser Erde herrscht, zu stoppen.

Bis zum heutigen Tag sind es nichts weiter als Lippenbekenntnisse, Profilierungen dampfplaudernder Politiker und der Versuch, Menschen die nicht kritisch nachfragen, einzulullen.

Ca. 12 Millionen Tonnen Lebensmittel werden pro Jahr in Deutschland vernichtet, in der EU sind es jährlich 70 bis 90 Millionen Tonnen. Weltweit weit über 1,2 Milliarden!

Aber speziell wir Deutschen diskutieren seit vielen Monaten über Unsägliches: Die Mohrenstraße muss weg, weil rassistisch, Negerndorf aus gleichem Grund. (Hierbei handelt es sich aber um einen altniederdeutschen Begriff: Nähe) Indianer ist ein rassistischer Begriff, die Zigeunersoße fiel diesem Irrsinn gleich zu Anfang zum Opfer. Die Auflistung aller Begriffe, die staatlich verordnet wegfielen, ist endlos.

Nicht genug damit. Auch der Genderwahnsinn wird politisch befeuert; namhafte Journalisten und Politiker liefern sich hitzige Gefechte, ob Gendersternchen, BürgerInnen oder Professor/innen die richtige, nicht die Frau diskriminierende Schreibweise ist. Wie bezeichnet man die Queeren, die Diversen oder die, die nicht wissen wie sie sich heute oder morgen einordnen sollen. Der Berliner Senat, der Hamburger ebenso und viele weitere Stadtregierungen haben die Gendergerechte Sprache und die „Rassismus bereinigte Sprache in Wort und Text ihren Behörden bereits verordnet. Zuwiderhandlungen werden natürlich geahndet.  Diese von vielen Linguisten, darunter Frauen mit gesundem Menschenverstand und einem Großteil der Bevölkerung abgelehnte  Sprachdiktatur nahm und nimmt in sämtlichen Medien einen so alles deckelnden Raum ein, dass ernste Probleme in der deutschen Versagerpolitik prächtig übertüncht wurden und werden.

Warum wird im Überfluss produziert um dann weggeschmissen zu werden! Warum transportieren keine Frachtflugzeuge die überschüssigen Lebensmittel zu den Hungernden? Die Bundeswehr hätte endlich einmal eine sinnvolle Aufgabe über Jahre hinaus und könnte das zwanzigjährige Desaster in Afghanistan wieder gutmachen...

Ganz einfach – weil es keinen Profit bringt wie Waffenexporte in alle Welt, die in großem Stil den Taliban, dem IS, und anderen War Lords, paramilitärischen Banden, der Drogenmafia usw. in die Hände geraten.

Bis 2030 soll der Hunger in der Welt bekämpft sein – Ihr heuchlerischen, Euch beweihräuchernden Politiker Deutschlands und der EU seit weiter davon entfernt als zu Beginn Eurer „Beschlüsse!“

Der Bundestag platzt aus allen Nähten. Ihr begründet das sehr abenteuerlich mit Überhangmandaten, mehr Wahlkreisen und meint, die unwissende Bevölkerung wird das schon schlucken. 

Nein, es drängt alle zur Krippe, denn einmal dieses hehre Ziel erreicht, hat der stolze Bundestagsabgeordnete ausgesorgt und kann sich, selbst als maulfauler, schläfriger Hinterbänkler nach seinem stillen Weggang genüsslich in seinem weiteren nutzlosen Leben zurücklehnen.

Ich spreche hier nicht von den engagierten Politikern, die in Volkes Dienst und Sinn handeln, sich einsetzen für ihre Wähler. Die haben keine Lobby und werden zermürbt, früher oder später.

Schämt Euch,

wenn Ihr noch ein Fünkchen Ehre in Euch besitzt, ob Euren Versprechen, die Welt besser machen zu wollen, etwas gegen die kapitalistische Gier der Reichen und Superreichen unternehmen zu wollen, den Menschen auf der stumpfen Seite der Schere ein Leben in Würde und nicht in Armut und  Existenzangst zu ermöglichen. 

Schämt Euch,

zuzusehen,

wie Bürger und Bürgerinnen ihre Miete nicht mehr bezahlen können, wie alte Menschen völlig verarmt, Flaschen sammeln, wie neben leerstehenden Bürohochhäusern noch größere Betonriesen zum gleichen Zweck entstehen – nur des Profites wegen,

zuzusehen

wie Kunststoffverpackungen ein völlig wahnsinniges Ausmaß angenommen haben und nicht zuletzt darüber, wie die Überschwemmung des deutschen Marktes mit chinesischen Billigprodukten deutsche Klein- und Mittelstandsunternehmer in den Konkurs zwingen.

Erst einmal – Schämt Euch

und dann überdenkt endlich Euer Reden und Handeln; hört auf damit, uns einzulullen und für dumm zu halten.

Seid dafür da, wofür wir Euch gewählt haben – für die Belange und Bedürfnisse de Volkes da zu sein, uns ernst zu nehmen – und das liegt mir besonders am Herzen – endlich etwas Ernsthaftes gegen den Hunger und die Armut in der Welt zu tun.

Vielleicht ist da ja noch Hoffnung...

Joachim Zieseler

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Joachim Zieseler
Autor: Joachim Zieseler

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