Manche befürchten bereits eine neue Eiszeit - QR Code Friendly
Sehr geehrte Damen und Herren,
Schnee im April, der im Volksmund nicht weiss was er will, ist historisch betrachtet nichts Ungewöhnliches.
Regelmäßige Nachfröste von bis zu minus 10 Grad und stellenweise darunter jedoch schon.
Die Obsternte einer ganzen Saison droht einmal mehr dieser Kälte zum Opfer zu fallen.
Zumal die längerfristigen Wetterprognosen keine Änderung erwarten lassen.
Wer aufgrund der vorübergehenden Saharawinde voreilig die Sommerreifen aufgezogen hat, sollte schleunigst seine Winterreifen wieder montieren.
Es könnte sein, dass in Deutschland und darüber hinaus bald gilt: Winterreifen von J bis D. Von Januar bis Dezember.
Zunehmend mehr Wissenschaftler verschliessen sich nicht mehr der These, dass Europa aufgrund des Klimawandels auf eine neue Kälteperiode zustrebt.
Der Golfstrom, der für das relativ milde Klima in Mitteleuropa sorgt, ist deutlich schwächer geworden 
Darüber sind sich nahezu alle ernstzunehmenden Klimaexperten einig.
Kommt der Golfstrom zum Erliegen, hätte das kaum abschätzbare beziehungsweise katastrophale Folgen.
Im Vergleich zu den letzten 1600 Jahren befindet sich das Golfstromsystem, das erwärmte Luftmassen nach Europa transportiert, auf einem Rekordtief und ist so schwach wie nie zuvor.
Manche befürchten bereits eine neue Eiszeit.
Diese Entwicklung ist ziemlich sicher auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen.
Eine der Hauptursachen sind vermehrte Süsswassereinträge in den Nordatlantik durch die riesige Gletzerschmelze.
Der Golfstrom funktioniert seit Tausenden von Jahren als Kreislauf.
Das Wasser, in der Arktis angekommen, hat viel von seiner Wärme verloren und ist durch Verdunstung salziger geworden.
Deshalb sinkt es, nun schwerer, in die Tiefe,  von wo es wieder Richtung Südatlantik strömt.
Die gewaltigen Mengen an Süßwasser aber, die in der Arktis seit einigen Jahren durch das geschmolzene Eis entstehen, sinken nicht hinab und verlangsamen dadurch den Prozess des Strömungskreislaufs des Golfstroms.
Ein riesiges Problem dabei ist, dass das Golfstromsystem ein sogenanntes Kippelement im Klimasystem ist.
Das heißt, wenn es sich zu sehr abschwächt, sorgen sogenannte Rückkoppelungseffekte im System dafür, dass es sich immer weiter abschwächt bis es vollständig zum Erliegen kommt.
Das würde für Europa eine neue Eiszeit mit den historisch bekannten Folgen bedeuten.
Es ist merkwürdig, dass für Politik und Medien das Thema Abschwächung des Golfstroms scheinbar kaum Bedeutung besitzt.
Dabei ist es eine der größten Herausforderungen in der Menschheitsgeschichte.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner 
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Alfred Kastner
Autor: Alfred Kastner

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Kommentare  
# EiszeitGerhard Schöttke 2022-04-03 10:54
Stimmt, danke für den Beitrag, vollkommen richtig erklärt, das ist ein mögliches Szenario. Die Frage ist, welche Schlüsse ziehen wir daraus ? Nach meiner unmaßgeblichen Meinung liegt die einzige Chance derartige Szenarien abzuwenden in der möglichst raschen Entwicklung von effektiven Energiespeichern und damit meine ich nicht umweltschädliche Batterien mit „Kurzzeitgedächtnis“. Alle Regierungen der Vergangenheit haben es verpennt darauf hinzuarbeiten. Wir müssen es schaffen mit einer solchen Technologie die gesamte Menschheit mitzunehmen. Sollten wir das nicht schaffen müssen wir eben mit dem leben, was da kommen wird. Nationale Alleingänge, wie unsere Regierung dies derzeit praktiziert und dies in ihrer maßlosen Selbstüberschätzung anderen überstülpen will, bringen, außer dem eventuellen Zusammenbruch unserer Wirtschaft, gar nix.
# Eiszeit ...Dieter Heußner 2022-04-04 19:17
Sie haben das Szenario korrekt beschrieben. Für ein gemäßigtes Klima in Europa ist der Golfstrom lebensnotwendig. Er sorgt (als Nebeneffekt) u.a. dafür, dass der Hafen von Murmansk (nordwestliches Russland) auch im Winter eisfrei bleibt.

Was können wir Menschen tun, dass der Golfstrom nicht umkippt und sich in Europa eine neue Eiszeit ausbreitet, selbst wenn dies über einen längeren Zeitraum erfolgt und die heute Lebenden die Radieschen (bzw. den Schnee- und Eispanzer) dann von unten anschauen.

Fragen wir doch mal unsere äußerst kompetenten Fachleute in der Regierung, z.B. die beiden Böckchen (H-Böckchen und Baerböckchen), die aufgrund ihres immensen und profunden Wissens praxisnahe Lösungsvorschläge allzeit und ungefragt zu allen Themen und somit auch zu Ihrem Thema parat haben:

1. Noch härtere Sanktionen gegen Russland
2. Noch mehr Angriffswaffen an die Ukraine liefern
3. Energie sparen
4. Bereit sein, stets einen hohen Preis zu zahlen (für was, Annalenchen?)
5. Sofortiger Importstopp russischen Gases (zu Lasten der deutschen Wirtschaft)
6. Maßnahmen zum Kollabieren des Golfstroms, damit der Hafen von Murmansk ganzjährig zugefroren bleibt.

Zum Schluss fällt mir ein Spruch aus Kindertagen ein: "Dumme Kälber wählen ihren Metzger selber".

Man/frau kann das Wort "Kälber" z.B. durch "Wähler" ersetzen ...

Ein Nachwort zur Eiszeit:
Es wird auf lange Zeit eine Eiszeit in den Beziehungen zu Russland geben. Russland wird sich erinnern, welche konkrete Haltung und Rolle deutsche PolitikerInnen während des Ukraine-Kriegs einnahmen. Das gesamte Geschwader mit den blau-gelben Zipfelmützen (vor allem die grün-geistigen Tiefflieger) haben Deutschland aus falsch verstandener Solidarität geschadet.

Wer gestern (3.4.2022) bei "Anne Will" das arschkriechende, das eigene Land verleugnende Auftreten der Marie-Luise Beck ("Die Grünen") mitangesehen hat, musste zur Erkenntnis kommen: die Grünen dürfen keine Regierungsverantwortung mehr übernehmen.

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