Keine Schweren Waffen für die Ukraine! Kein Gas-Embargo! - QR Code Friendly
Ich habe Angst. Ich habe Angst vor einem Krieg, den ich immer näher kommen sehe. Als Bürger dieses Landes fühle ich mich zunehmend unsicher.
Ohne Zweifel hat der russische Präsident Wladimir Putin diesen verbrecherischen Krieg gegen die Ukraine begonnen.
Meine Unsicherheit und meine Angst rühren aber nicht nur daher. Ich sehe, wie unser Land immer mehr in einen Strudel von Sanktionen und Waffenlieferungen gerät.
Nach Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine hat Bundeskanzler Olaf Scholz von einer Zeitenwende und davon gesprochen, daß man dem Land Waffen liefern müsse.
Damit war ein jahrzehntelanger Grundsatz Deutschlands vom Tisch gefegt, nämlich keine Waffen in Kriegsgebiete zu geben. Der Souverän des Landes, der Bundestag, wurde in einer so elementaren Entscheidung gar nicht gefragt. Es gab keine Abstimmung über diesen Grundsatz.
Seitdem jagt eine Zusage für Waffenlieferungen an die Ukraine die nächste. Erst war von Waffen zur Verteidigung die Rede, jetzt spricht man über Panzer. Und über immer mehr Waffen. Grünen-Außenministerin Annalena Baerbock  tut sich hier ganz besonders hervor.
Was soll ich, als Bürger, noch glauben können? Worauf kann ich mich noch verlassen? Der Konflikt eskaliert und Teile unserer Regierung  schlagen immer vernehmbarer den Takt der Kriegstrommel.
Und wird von den Politikern der Ukraine wie an einem Nasenring immer näher an den Abgrund gezogen. Dieser Nasenring ist gebastelt aus der Behauptung, Deutschland habe durch seine  mäßigende Politik und die Gaszahlungen an Rußland dem Krieg gegen die Ukraine den Weg bereitet. Deutsche Waffenlieferungen werden daher auch nicht erbeten, sie werden von Präsident Selenskyj und Botschafter Melnyk aggressiv gefordert. Das ist beispiellos.
Sind wir noch ein souveränes Land?
Ob sich Deutschland, ob sich der ganze Kontinent mit den Waffenlieferungen am Ende  ins Schwert stürzt, interessiert in der Ukraine ganz offensichtlich niemanden.
Und über die Verantwortung der Ukraine, der NATO, des Westens insgesamt für den Konflikt mit Rußland wird so gut wie gar nicht gesprochen.
Im Übrigen: glaubt jemand, Rußland hätte auf die Annexion der Krim verzichtet, hätte Deutschland seine Gasimporte zurück gefahren? Oder der imperiale Wahn Putins hätte sich dadurch gemildert?
Mit dem russischen Gas hat sich unser Land vor allem selbst die Luft genommen. Bleiben die Lieferungen aus, was zu befürchten ist, droht eine Wirtschaftskrise, wie wir sie noch nicht erlebt haben.
Und wer jetzt fordert, unser Land möge schnellstens die Gasimporte aus Rußland stoppen, macht sich offenbar nicht klar, was es für den Kontinent bedeutete, würde die größte Volkswirtschaft Europas am Boden liegen. Es würde vor allem Putins Zielen nützen.
Selbstverständlich müssen wir der Ukraine helfen, so gut wir können. Aber wo ist die Rote Linie bei den Waffenlieferungen?  Will die Bundesregierung das austesten? Es sei darauf hingewiesen, daß ein Überschreiten dieser Linie nicht rückgängig zu machen ist. Ist sie überschritten, wird Rußland militärisch reagieren. Und wo diese Rote Line verläuft, das bestimmt gewiß nicht Frau Baerbock. Allein Putin weiß es.

Harald Mott
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Autor: Harald Mott

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Kommentare  
# ... Ukraine ... Embago ...Alois Sepp 2022-04-12 20:42
Wenn sich Deutschland konkret aus diesem Schlamassel heraushält, brauchen wir auch fehlendes Russengas und überteuernde Maßnahmen in unserem Lande nicht fürchten! Unsere Hemden sind näher als die Hosen der Amerikaner!
Soll jetzt aber nicht heißen, dass der von Putin angezettelte Krieg in der Ukraine für gut geheissen wird!
# Ein paar AntwortenDieter Heußner 2022-04-12 21:35
> Was soll ich, als Bürger, noch glauben können?
Die Frage sollte lauten: Wem glaube ich (noch)? Um eine belastbare Grundlage für Ihre Antwort zu erhalten, sollten Sie die Spreu vom Weizen trennen.
Konkret: Sie müssen sich nicht Selenskyjs Propaganda reinziehen. Vielleicht hilft auch die Antwort auf die Frage: Ob und wie der Krieg in der Ukraine verhindert hätte werden können (ohne Putins Handlanger zu werden).

> Sind wir noch ein souveränes Land?
Das ist eine sehr gute Frage. Für mich ist die Antwort längst klar: Wie sind der 53. Bundesstaat der USA, oder etwas geschönt ausgedrückt: Wir sind ein US-Vasall (mit einem winzigen Spielraum von "Souveränität".

> Selbstverständlich müssen wir der Ukraine helfen.
Wirklich? Den notleidenden Ukrainern (m/w) ja, aber nicht dem Regime in Kiew!

>Waffenlieferungen an die Ukraine
Nein, und nochmals nein! Schwere Waffen verlängern den Krieg. Will das jemand (außer der Waffen-Lobby)? Je weniger Waffen, umso schneller ist das Regime am Ende und der Komödiant und Schauspieler Selenskyj mit seinem Latein am Ende.

KISS: Keep It Simple Stupid (and Short)!
# AngstDieter Heußner 2022-04-12 21:39
Ich habe keine Angst wegen des Kriegs in der Ukraine.

Allerdings stimme ich in Heinrich Heines Zitat ein: "Denk' ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht".

Bei Politikern (m/w) wie den derzeitigen in der Bundesregierung kann man schlaflose Nächte erleiden.

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