Kriegshetze in der FR - QR Code Friendly
Vom ersten Tag der russischen Invasion der Ukraine an hat die Frankfurter Rundschau den Krieg
weiter angeheizt. Der Leitartikel von Viktor Funk in der Ausgabe vom 13. April ist der bisherige
Höhepunkt dieser unsäglichen Reihe.
Funk ist sich nicht zu schade, sogar in die Mottenkiste des Rassismus zu greifen, wenn er pauschal der
russischen Bevölkerung unterstellt, zum Protest unfähig zu sein, weil sie in Putin ihr eigenes Weltbild
bestätigt sähe. Es hat lange vor dem Krieg und jetzt während des Kriegs immer wieder Proteste
gegeben, die jedesmal brutal niedergeschlagen werden. Die Alternativmedien und zivilgesellschaftlichen
Institutionen wurden eine nach der anderen mit enormen Geldstrafen belegt und schließlich
ausgeschaltet – zum Teil als Vorbereitung für den jetzigen Krieg. Diese Opposition, die heute
weitgehend in den Untergrund gedrängt wurde, ist unsere Hoffnung.
Aber sie wird nur gedeihen können, wenn die Zivilgesellschaft hier in Deutschland und in anderen
Nato-Ländern gegen den Krieg aufsteht, den ihre herrschenden Klassen führen. Denn es ist keineswegs
so, dass »der Westen den Frieden mehr will als Russland«, wie Funk schreibt. Die Nato hat die
ukrainische Armee seit Jahren trainiert und aufgerüstet. Sie wirbt um die »Mitgliedschaft« (nur ein
beschwichtigendes Wort für »Unterordnung unter«) von einem Land nach dem anderen an Russlands
Grenzen, so zuletzt Georgien.
Nach dem Sieg der afghanischen Befreiungsbewegung über die westliche Besatzungsmacht, darunter
auch Deutschland, haben die Nato-Länder das bitterarme Land vom internationalen Zahlungsverkehr
ausgeschlossen. Das ist pure Rache für die eingesteckte Niederlage. Jetzt hungern 40 Millionen
Menschen und sind sogar akut vom Hungertod bedroht. Und was macht Deutschland dagegen? Sie
verspricht eine Hilfe von 200 Millionen Euro. Das ist ein Fünfhundertstel von den 100 Milliarden extra
für die Bundeswehr. Und Funk hat die Chuzpe vom westlichen Friedenswillen zu schwafeln.
Funks Vorschläge bedeuten alle eine Weiterdrehung der Kriegsspirale, an deren Ende ein Atomkrieg
unweigerlich steht. Wie bei Orwell redet er vom Frieden, meint aber Krieg. Ein Krieg auch auf Kosten
der deutschen Bevölkerung, die bereits jetzt oftmals ihre Heizung, ihren Sprit, ihre Miete nicht mehr
bezahlen kann und unter Stromsperren leidet, ihre Arbeitsplätze verliert und jetzt mit der Aussicht
konfrontiert wird, dass auch ihre Lieben eingezogen und für einen sinnlosen Krieg geopfert werden.


David Paenson
Weitere Artikel
David Paenson
Autor: David Paenson

Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:
Kommentare  
# Strom der WahrheitDieter Heußner 2022-04-13 13:40
Ich stimme Ihren Ausführungen ohne Einschränkungen zu. Die FR, die ich schon lange nicht mehr lese, meint Teil des "Stroms der reinen und lauteren Wahrheit" zu sein.

Ich sprach eben mit einigen Nachbarn. Ohne dass ich eine Silbe sagte, gaben sie der NATO eine Mitschuld angesichts ihres aggressiven Werbens für eine Osterweiterung des angeblich "defensiven" Militärbündnisses.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die o.g. Nachbarn keine selbst-ernannten Putin-Versteher sind, sondern politisch eher zurückhaltend. Angesichts der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Inflation spüren sie unmittelbar die Folgen falscher politischer Entscheidungen.

Leider versteht die sich gegenüber der ukrainischen Führung in Kniefällen, Selbstdemütigungen übende Politikergilde nicht die elementaren Zusammenhänge. Wie auch? Vermutlich steht sie auf der Gehaltsliste von gewissen US-amerikanischen Organisationen. "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe".

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Kriegshetze in der FR
Durchschnitt 4.7 von 5 bei 3 Bewertungen

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv