Man könnte ein solches Benehmen auch als
Sehr geehrte Damen und Herren,
es führt kein Weg mehr daran vorbei, dass 
die Bundesbürger in den kommenden Jahren, insbesondere aufgrund steigender Lebensmittelpreise und Energiekosten, den Gürtel deutlich enger schnallen müssen.
Diese Krise legt aber auch offen, dass wir in den vergangenen Jahren zu einem wesentlichen Teil von der Substanz zu Lasten nachfolgender Generationen "gut und gerne gelebt" haben.
Deutschland ist vergleichbar mit einem Mehrfamilienhaus, von dessen Mieteinnahmen man gut gelebt hat, es jedoch versäumt hat, Investitionen in den langfristigen Erhalt des Gebäudes zu tätigen.
Die Erben des Hauses stehen nun vor einer gewaltigen finanziellen Herausforderung.
Es werden früher oder später Fragen gestellt werden, wer für diese Entwicklung die hauptsächliche Verantwortung trägt.
An dem Namen "Angela Merkel" wird in diesem Zusammenhang niemand mehr vorbeikommen.
Das Verhalten von Frau Merkel in der Ukraine-Krise muss man als beschämend bezeichnen.
Sie, die in Ihren Amtszeiten gerne auch mal die Keule ihrer Richtlininienkompetenz geschwungen hat, ist zu keiner öffentlichen Erklärung zu ihrer Russlandpolitik bereit.
Man könnte ein solches Benehmen auch als "feige wegducken" auslegen.
Kein Mensch ist ohne Fehler.
In Abwandlung eines Bibelspruches gilt "wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein".
Bedenklich ist jedoch, wenn jemand nicht zu seinen Fehlern stehen kann, sie gar leugnet oder nicht fähig ist, aus ihnen zu lernen.
Merkel hat offensichtlich, wie viele andere Menschen auch, an einen tief verborgenen "guten Kern" Putins bis zuletzt geglaubt.
Analog wie sie zur Wendezeit in ihrer damaligen politischen Funktion junge Nazis mittels eines Gesprächs von ihrer rechten Gesinnung abbringen wollte, was gründlich gescheitert ist.
Naivität hat in der Politik nichts verloren.
Vielmehr ist ein nüchterner Sachverstand gefordert.
Mit einer offenen und ehrlichen öffentlichen Erklärung könnte Merkel ihren Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen.
Aber das wird nicht passieren.
Welch ein fatales Signal an die Gesellschaft in einer Zeit, in der man die Bereitschaft zunehmend vermisst, für sein Handeln die Verantwortung zu übernehmen.
In Schleswig-Holstein wurde gerade ein Ministerpräsident mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt, der bundesweit vor allem durch seine uneingeschränkte Loyalität zu Kanzlerin Merkel Aufmerksamkeit erreicht hat.
Freundliche Grüße 
Alfred Kastner 

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Kommentare  
# MerkelGerhard Schöttke 2022-05-11 10:37
Ich bin sicher kein Freund von Frau Merkel und habe sie nie gewählt, aber was die Energieversorgung Deutschlands angeht muß ich sie gegen derartige Anwürfe in Schutz nehmen. Es ist unsinnig zu glauben, daß eine Industrienation wie Deutschland kurzfristig ohne Gas auskommt. Deshalb wurde damals einmütig, über alle Parteigrenzen hinweg beschlossen, als Übergangsversorgung auf russisches Erdgas zu setzen, da dies, bis zur Substitution durch regenerative Quellen, die umweltfreundlichste Variante ist. Von dieser ihrer Position wollen die Grüninnen heute bloß nichts mehr wissen, man kann aber nicht den gleichzeitigen Ausstieg aus der Atomkraft und der Kohle fordern, ohne eine Alternative zu haben. Dies fällt derzeit auf Habeck zurück der nun schon zweimal den Bückling vor dem absolutistisch regierenden Emir machen mußte - peinlicher geht’s nimmer.
Nur weil Habeck und Baerbock (der Olaf nickt eh alles ab, was die wollen) keine Energie mehr in Russland einkaufen wollen, wachsen nicht plötzlich neue Quellen aus dem Boden. Die Förderung bleibt global die selbe. Wo wir einkaufen ist gleichgültig. Dem Putin ist es vollkommen wurscht, an wen er sein Öl und sein Gas verkauft, Kunden gibt’s dafür immer genug. Wenn wir nicht mehr in Russland kaufen, machen das eben andere. Ob wir Gas und Öl in Russland direkt kaufen, oder aber über Umwege, ist vollkommen gleichgültig. Das ist lediglich ein großer Verschiebebahnhof mit dem einzigen Effekt, daß es bei uns teuerer wird - und genau das wollen Frau Habeck und Herr Baerbock.
Ach ja, den Gürtel enger schnallen werde ich nicht - ich gebe mein Geld dann eben hauptsächlich im Ausland aus ...

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