Getreidemangel - QR Code Friendly
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine könnte in der Dritten Welt eine Hungerkatastrophe auslösen.
Die Ukraine ist die Kornkammer der Welt und exportiert hauptsächlich Weizen in Regionen außerhalb Europas.
In Länder, die auf diese Getreidelieferungen dringend angewiesen sind.
Russland hat jedoch die großen Häfen, in denen das Getreide normalerweise verschifft wird, blockiert.
Dieser menschenverachtende Akt gehört zur Kriegstaktik des russischen Präsidenten.
Hinzu kommt, dass das russische Militär Felder in der Ukraine bombardiert und in großen Mengen Getreide aus den Silos stiehlt.
In Europa isst jeder Bürger statistisch betrachtet durchschnittlich 80 Kilogramm Fleisch pro Jahr. 
Menschen, die bewusst auf Fleisch verzichten, sind mit eingerechnet, so dass der Verbrauch der Fleischesser tatsächlich um einiges höher ist.
Zum Vergleich, in Indien liegt der jährliche durchschnittliche Verbrauch bei 10 Kilogramm.
Dies soll kein Appell zum Fleischverzicht sein.
Ich selbst möchte auf Fleisch nicht verzichten.
Aber wie so häufig im Leben ist die Menge und die Qualität entscheidend.
Fleisch ist hierzulande zur billigen Ramschware  verkommen.
Dies ist eine grobe Missachtung der Kreatur Tier.
Dabei wäre es den Fleischerzeugern lieber, wenn sie für ihr auf nachhaltige Weise produziertes Produkt einen fairen Preis erhalten würden anstatt den erforderlichen Gewinn über die Menge zu generieren.
Rund 60 Prozent des Gesamtverbrauchs an Getreide wird hierzulande an Tiere verfüttert. Das sind nahezu 30 Millionen Tonnen. 
Getreide, das den Menschen in der Dritten Welt für deren wichtigstes Nahrungsmittel, Brot, fehlt.
Wir im wohlhabenden Westen könnten ohne weiteres auf Alternativen zum Fleisch umsteigen. Die Auswahl an Lebensmitteln ist gross, die Verfügbarkeit hoch.
Diesen Luxus besitzen die Menschen in den ärmeren Ländern beim Getreide nicht.
Freundliche Grüße 
Alfred Kastner 

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Kommentare  
# GetreidemangelGerhard Schöttke 2022-05-14 11:55
Vielen Dank für den Beitrag, dem ich fast komplett zustimme. Lediglich die „Schuldfrage“ sehe ich differenzierter: Im Krieg zeigt jeder sein hässlichstes Gesicht und nutzt alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel um zu schaden - egal wem, das würde jede Kriegpartei genauso machen. Deshalb möchte ich dem zustimmen, was ein 91-Jähriger, der somit den 2. Weltkrieg noch miterlebt hat, im Fernsehen auf die Frage geantwortet hat, wie Kriege zu verhindern sind: Reden, reden, reden, reden. Das wurde meiner Ansicht nach vor dem Ukrainekrieg nicht getan - jeder beharrte, und dies ist nach wie vor so, auf seiner Meinung. Dadurch verhindert oder beendet man keinen Krieg - auch der Westen will den Wirtschaftskrieg gewinnen - zum Schaden aller.

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