Ihn sollte man den „King des Pop“ nennen - QR Code Friendly

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein weiteres Thronjubiläum in England ist etwas in den Hintergrund getreten.

Anders als beim vererbten Adel der Queen hat dieser Jubilar jedoch seine Nähe zur Göttlichkeit vor der Welt tatsächlich bewiesen.

Und zwar mehr als einmal.

Paul McCartney feierte am 18. Juni seinen 80. Geburtstag.

Ihn sollte man den „King des Pop“ nennen.

Doch der skurille Michael Jackson, selig, wurde an seiner statt so gerufen.

Auch mit Michael Jackson hat Sir Paul natürlich musiziert.

Gewissermaßen als G2-Gipfeltreffen des Pop.

Aber als Jackson dann die Beatles-Rechte hinter McCartneys Rücken erstanden hatte, war es mit der Freundschaft verständlicherweise wieder vorbei.

Von den 80 Jahren verbrachte McCartney lediglich ein Achtel der Zeit bei den Beatles.

Mit der britischen Band hat er ein einmaliges Weltkulturerbe erschaffen. Einen Kanon, der unberührbar ist und bis heute bleibt.

Aus einem Working-Class-Kid aus Liverpool wurde einer der berühmtesten, wenn nicht sogar der berühmteste Musiker der Welt.

Paul McCartney galt in der Familienaufstellung der Fab Four immer als der weiche, der nette Beatle. Dazu hat er einiges beigetragen.

Alle, die ihn persönlich kennenlernen durften, schildern ihn als einen echten Gentleman, der andere Menschen stets mit Respekt behandelt, sie nicht bloßstellt und trotz seiner außerordentlichen Popularität keine Starallüren aufweist.

Von Bob Dylan wurde er 1964 in die Welt des Kiffens eingeführt, und erst vor fünf Jahren soll er damit wieder aufgehört haben.

Angeblich wegen der Vorbildwirkung für die Enkelkinder.

Paul McCartney leidet bis heute unter dem Mythos des übermächtigen und charismatisch-launischen „Beatles-Diktators“ John Lennon und dessen „Influencerin“ Yoko Ono.

Er fühlt sich öffentlich zu Unrecht nachgereiht.

Dabei thront der Autor von Evergreens wie YesterdayHey JudeMaybe I’m Amazed und dutzenden anderen Weltnummern ohnehin ganz oben im Olymp der Popkultur.

Als dermaßen verehrte Gestalt wuchs er über die Jahre in die Rolle des Elder Statesman.

Dabei ist er sich nicht zu schade, immer noch ein wenig über die Rolling Stones zu lästern, die er zuletzt eine „Blues-Coverband“ nannte, was der andere Sir, Mick Jagger, wie ein solcher parierte.

Allen Sticheleien zum Trotz bleiben beide natürlich befreundet.

Auch bezüglich der „gesundheitlichen Vorbildfunktion für die Enkelkinder“ sind sich die beiden inzwischen einig.

Einen seiner bekanntesten Songs widmete Paul McCartney seiner im Jahre 1956 an Brustkrebs verstorbenen Mutter: „Yesterday“. Paul war bei ihrem Tod erst 14 Jahre alt.

Bei unzähligen Konzerten konnte er seine Tränen, während er dieses Lied sang, nicht unterdrücken.

Für Paul brach damals eine Welt zusammen.

Im Jahr 1967, auf dem Höhepunkt der Beatlemania“, lernte Paul McCartney seine spätere Ehefrau und große Liebe Linda kennen.

Sie zog ihren Ehemann Paul an den Haaren aus dem Sumpf.

McCartney, der kongeniale Songschreiber und ewige Antipode Lennons, hatte das Ende der Beatles nicht gewollt.

Er reagierte enttäuscht, gekränkt, verfiel in Depressionen, aus denen Linda ihn rettete.

Sie zog mit ihm auf einen Bauernhof aufs Land, wo sie trotz ihres materiellen Reichtums in bescheidenen Verhältnissen lebten.

Die beiden bekamen zusammen drei Kinder.

Mit der Band „Wings“ feierten sie Anfang der 1970er Jahre große internationale Erfolge.

Aber nichts ist so unbeständig und vergänglich wie das Glück.

Im Jahre 1998 starb Linda McCartney nach langem Kampf an Brustkrebs.

Paul McCartney wurde ein zweites Mal ein sehr geliebter Mensch wegen derselben Krankheit genommen.

Aber Paul blieb, nicht zuletzt wegen seiner Kinder, stark.

Als junger Mensch hat er stets betont, dass er ein Mann und kein ewiger Junge sein möchte.

Sir Paul McCartney ist ein richtiger Mann.

Nachträglich alles Gute und viel Gesundheit zum 80. Geburtstag!

Freundliche Grüße

Alfred Kastner

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Autor: Alfred Kastner

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