Die Wahrscheinlichkeit von flächendeckenden Strom-Blackouts im kommenden Winter ist hoch - QR Code Friendly

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Wahrscheinlichkeit von flächendeckenden Strom-Blackouts im kommenden Winter ist nach Meinung von einigen Experten hoch.

Die Frage ist nicht, ob es zu Stromausfällen kommt, sondern wie gravierend deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft sein werden.

Die meisten Unternehmen und Privathaushalte sind auf derartige Szenarien nicht ausreichend vorbereitet.

Wenn die IT-Infrastruktur zusammenbricht, ist das Land nahezu vollständig lahmgelegt.

In einem solchen Fall funktioniert kein Kassensystem, kein Geldautomat, keine zentrale Warmwasserversorgung, kein PC und kein Handy mehr. Um nur einige wenige Beispiele aufzuzählen.

Rechte Gruppen sehnen diesen Ausnahmezustand herbei, um die Gesellschaft zu destabilisieren.

Die extrem hohe Abhängigkeit von Unternehmen und Bevölkerung vom Strom ist mit nichts anderem vergleichbar.

Vor diesem Hintergrund wirkt es auf mich geradezu grotesk, dass weite Teile der Regierungsparteien Grüne und SPD auf die sofortige Abschaltung der letzten drei verbliebenen Kernkraftwerke drängen.

Wirtschaftsminister Habeck wird für seinen Kompromiss auf dem kleinsten Nenner, die AKWs zunächst als Reserve am Netz zu halten, von den eigenen Parteikollegen scharf kritisiert.

Der sogenannte gesellschaftliche Konsens zum Ausstieg aus der Kernenergie, auf den sich insbesondere die Grünen berufen, entspricht nicht der Realität.

Die Kernenergie konnte sich bis Anfang des Jahres 2011 als eine zuverlässige Energiequelle auf eine breite Zustimmung in der Bevölkerung berufen.

Als sich im März 2011 der GAU in Fukushima ereignete, stand die deutsche Bevölkerung zunächst unter Schock.

Im selben Monat hatten die auf einer Popularitätswelle schwimmenden Grünen in Baden-Württemberg, einem Stammland der CDU, beste Chancen, mit Winfried Kretschmann den neuen Ministerpräsidenten zu stellen.

Der Reaktorunfall in Fukushima befeuerte die langjährige, bis dahin erfolglose, Forderung der Grünen zum Atomausstieg.

Die machtbewusste Bundeskanzlerin Merkel realisierte, dass die Grünen mit diesem Thema aufgrund der verunsicherten Bevölkerung auch auf Bundesebene für sie und ihre Partei zu einer politischen Bedrohung werden könnten.

Merkel reagierte und erklärte den Ausstieg aus der Atomenergie, der zur damaligen Zeit unter den gegebenen Verhältnissen natürlich auf eine breite gesellschaftliche Zustimmung gestoßen ist.

Mit dieser Maßnahme sicherte sie sich ihre Kanzlerschaft und die Sympathien des Volkes.

Die Grünen hatten auf Bundesebene einmal mehr das Nachsehen.

Die Bevölkerung vertraute darauf, dass Merkel ihr Versprechen, die Energiewende zeitnah umzusetzen, in die Tat umsetzen würde.

Doch die sogenannte Energiewende ist elf Jahre später ein einziges Desaster.

Lediglich übertroffen vom Bau des Berliner Flughafens.

Eine nachhaltige politischen Strategie ist kaum erkennbar, geschweige denn die Bereitschaft oder Fähigkeit, den ursprünglichen politischen Willen der Wähler mit Nachdruck umzusetzen.

Mittlerweile stellt sich die Lage konträr dar.

Viele Menschen fürchten aufgrund der Energiekrise den kommenden Winter.

Die drei Kernkraftwerke vorerst weiter laufen zu lassen, wäre eigentlich die folgerichtige Schlussfolgerung gewesen.

Zumal eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung diese Forderung unterstützt.

Doch die links-grüne Fraktion beharrt auf ihrer fundamentalistischen Ideologie und ignoriert den Wählerwillen.

Der Atomausstieg ist schließlich ihr jahrzehntelanges Kernthema.

Diese „Butter“ lassen sie sich nicht mehr vom Brot nehmen. Komme was wolle.

Der eher gemäßigte Vizekanzler und Wirtschaftsminister Habeck verliert in seiner eigenen Partei, in der die „Fundis“ dominieren, zunehmend an Rückhalt.

Seine jüngsten öffentlichen Auftritte sind wenig vertrauenserweckend, dass er diese schwere Krise in den Griff bekommt.

Ich möchte nicht in Habecks Haut stecken, wenn es in absehbarer Zeit zu den befürchteten Blackouts kommt.

Freundliche Grüße

Alfred Kastner

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Autor: Alfred Kastner

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