Feiertagsstadtverkehr in Schwabach am Buß- und Bettag (gedruckt) - QR Code Friendly



Nürnberger Nachrichten (Regionalausgabe Schwabach) laut genios.de. Mehr infonicht bekannt.
Buß- und Bettag 2019. Um 7:40 Uhr bin ich, zusammen mit einem anderen Fahrgast, nahe der Haltestelle SC-Johannisstraße. Der Stadtbus der Linie 663 in Richtung Bahnhof fährt laut Fahrplan an schulfreien Tagen statt um 7:43 Uhr um 7:38 Uhr, was uns beiden wohl entgangen ist, aber im Zusammenhang mit Einzelereignissen mitten unter Woche auch nicht unbedingt zur Fahrplantransparenz beiträgt. Statt auf uns zu warten passiert der Fahrer die Haltestelle. Ich glaube an das Gute und signalisiere mit einem symbolischen Schritt in Richtung Fahrbahn und dem Anheben des Armes: Bitte nehmen Sie uns noch mit. Das ficht den Fahrer jedoch nicht an, der fährt an uns vorbei und lässt uns stehen. Somit stellt sich die Frage, was in einem Menschen dieser Fahrerkategorie vorgeht. Kundenfreundlichkeit ist ihm erkennbar fern und wurde ihm wohl auch nie vermittelt. Das belegt auch die Tatsache, sofern mich die Dunkelheit nicht vollständig getäuscht haben sollte, dass uns genau dieser Fahrer in Zeiten der Schwabacher Stadtverkehrsfinsternis (Also die Jahre 2015 bis 2018. Hier war der ÖPNV in SC auf einem Niveau, der wahrscheinlich selbst in Mauretanien besser war. Z. B. mit einem Stundentakt und nicht abgestimmten Pendlerverbindungen von und nach Nürnberg.) auch nachmittags nicht mehr am Bahnhof mitgenommen hat, obwohl wir im Bereich der Kurve um 17:15 Uhr gegen den dort nochmal haltenden Bus klopften und man uns noch leicht hätte zusteigen lassen können. Der RE erreichte den Bahnhof in diesen finsteren ÖPNV – Zeiten Schwabachs übrigens auch um 17:15 Uhr, man hätte also zur gleichen Zeit an einem Ort sein müssen. Oft hätte der Zustieg aber noch geklappt, wenn der Bus nur zwei Minuten gewartet hätte. Fazit: Kundenverachtung hat sich bei manchen Fahrern, die derzeit glücklicherweise mehr die Ausnahme sind, erkennbar irrreparabel etabliert. Solchen Leuten mit stattlichen Fahrpreisen und Steuergeldern den Arbeitsplatz zu erhalten, das fällt wirklich schwer.

Claus Reis

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