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Schwabacher Tagblatt vom 04.06.2020. Titel "verfehlte Baupolitik"
Man gönnt ja wirklich jeden sein neues Haus und auch dem Edeka-Markt eine erweiterte Verkaufsfläche. Aber auch bei diesem Projekt im Stadtsüdwesten fällt auf, dass dazu der aktuelle Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan geändert werden muss. Diese Fälle hatten wir doch schon x-mal. Oder täusche ich mich da? Es stellt sich also die Frage, warum man dann überhaupt Bebauungs- und Flächennutzungspläne aufstellt, wenn sie stets durch Sonderausweisungen auf der rechten Fahrspur überholt werden? Per Saldo steigert man durch solche Aktionen ja nur den Flächenverbrauch. Und das kann man sich angesichts der bereits ausgeuferten Flächenversiegelung eigentlich überhaupt nicht mehr leisten, wenn man es nur ansatzweise ernst mit einer echten Begrenzung des Landschaftsverbrauchs meint. Dies scheint hier zum wiederholten Male aber nicht der Fall zu sein. Fazit: Das schöne Bild mit dem Blick auf die derzeit noch grüne Wiese wird auch hier schnell der Vergangenheit angehören. Eine traurige unendliche Geschichte, Realität leider nicht nur in Schwabach.

Claus Reis


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