Verteilung Corona-Impfungen - QR Code Friendly
Leserbrief an die NOZ

Bezug: Bemerkung am 23.11. Frontseite: G20 will Impfstoffe gerecht verteilen.

Impfstoffverteilung
Lt. Ihrer Bemerkung wollen die führenden Wirtschaftsmächte für eine gerchte Verteilung der Impstoffe sorgen.

Die Diskussion der Verteilung innerhalb unseres Landes läuft auf vollen Touren.
Meine Meinung als Arzt:
-  In vorderster Front agieren die Pflegekräfte der Heime und Kliniken, gefolgt von den Ärzten in Heimen und Kliniken.
-  Dann sollten die oft sehr jungen MitarbeiterInnen/KassiereInnen der Supermärkte, die für unser aller Wohl ständig trotz Plexiglasscheiben in massivem Kontakt mit evtl. Infizierten arbeiten, bedacht werden und
-  erst an 3. Stelle die ansonsten gefährdeten Personen, z.B. die Senioren.

In dieser Situation muss sich auch mal Dankbarkeit gegenüber einem großen Teil unserer MitbürgerInnen äußern, auch wenn das inzwischen ziemlich unüblich ist.

Dr.med. Christoph Hilsberg
Facharzt für Kinder und Jugendliche

Leserbrief zu "Wirtschaftlichkeit wichtiger als Leben?"
Zu zwei Antworten auf meinen Leserbrief am 28.11.20

Triage ist die schwierigste Aufgabe für Ärzte. Es geht nicht darum, was wir möchten, sondern was wir können.
Echte Triage: Ein PKW mit fünf jungen Insassen verunglückt. 2 sind tot, 1 schwerst verletzt, sein Überleben scheint ausgeschlossen, 1 scheint so verletzt, dass seine Versorgung etwas warten kann, ohne ihn  zu gefährden; der 5. muss dringend sofort versorgt werden, sonst stirbt  auch er/sie... Das sind Entscheidungen über Leben und Tod, die der Notarzt in Sekunden treffen muss.
Oder Kliniksituation: Drei schwerstkranke Coronapatienten, 17 J, 41 J, 82J.) werden eingewiesen, benötigen dringend Beatmung. Es ist nur noch ein Gerät frei. Wen soll der Arzt ans Beatmungsgerät anschließen? Leben wollen alle drei. Diese Situation kann  jeden Tag jeden von uns treffen. Wen würden Sie .... ?
Bevölkerungsexplosion (in meiner Lebenszeit von 1,8 auf 7,4 Milliarden angestiegen) und Klimakatastrophen lassen weitere Pandemien erwarten. Wie soll der Staat dann reagieren? Noch mehr Geld ist nicht drin. Wirtschaftlicher Zusammenbruch bedeutet sehr, sehr viele Tote. Wir leben jetzt schon auf Kosten unserer Jugend. Macht nichts? Hinter uns die Sintflut?
Das geht uns alle an. Ich bitte um Antworten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Dr. med. Christoph Hilsberg
Autor: Dr. med. Christoph Hilsberg

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