Demokratische Innovation (gedruckt) - QR Code Friendly

Im Gegensatz zum Netzgequassel, verantwortet jeder Leserbriefschreiber seine Meinung. Wir unterschreiben jedes Wort. Mit unserem guten Namen.

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Süddeutsche Zeitung vom 17.05.12 Seite 40

All den Politikern, die sich gerade vor den Piraten in ihren Mauselöchern
verstecken, sei gesagt, dass man die Demokratie am besten schützt indem man
sie stärkt. Intellektuell stärkt, mit demokratischen Ideen und
Weiterentwicklungen stärkt, statt sich populistisch immer nur hinter dem
Volk zu verstecken und damit der Inhaltsleere und der Spaltung des Volkes
Vorschub zu leisten, sprich: die Demokratie zu strapazieren.

Zum Beispiel, indem man auf den Wahlzetteln den Wutbürgern eine Möglichkeit
gibt, ihre Wut auszudrücken.

Also außer den Parteienkästchen auch noch eines "ich bin mit den Vorschlägen
keiner der Parteien einverstanden". Am besten darunter noch ein Feld zum
Ausfüllen: "Wegen:"

Bürger könnten dann eine Partei wählen und trotzdem ihrem Ärger Luft
verschaffen oder sie könnten nur das Protestfeld ankreuzen.

Beides ergäbe unendlich wertvolle Informationen über den emotionalen Stand
des Volkes im Verhältnis zur Politik.

 

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Autor: Michael Maresch

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