Im Zusammenhange mit der zur Zeit laufenden Fahrrad-Aktion der Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft hätte ich gerne mehr Konkretes über tägliche Herausforderungen im Straßenverkehr -  z. B. Hindernisse und zeitraubende Ampelquerungen - von den betroffenen Promi-Radlern erfahren. Die auf Autofahrer ausgerichtete und inzwischen veraltete STVO bremst Radfahrer in unangemessener Weise aus. Meiner Meinung nach führt das überwiegend zu restriktiv ausgelegte Rechtsfahrgebot dazu, dass oftmals eine äußerst zeitraubende Straßenüberquerung notwendig wird, obwohl nach wenigen hundert Metern erneut auf die bisherige Straßenseite gewechselt werden muss. Die Rad- und Fußwegbreiten lassen meistens ein beidseitiges Befahren der Straßen zu. Unseren Fach- und Führungskräften – die doch immer unter Termin- und Zeitdruck leiden – müssten diese unnötigen Zeitverluste besonders auffallen. Positive Beispiele für stress- und angstfreies Radfahren z.B. aus Holland gibt es zuhauf. Auch vom ADFC wurde in Umfragen ermittelt, dass sich die Akzeptanz für das häufigere Benutzen des Fahrrads nahezu verdoppeln würde, wenn die Behörden unzeitgemäße Vorschriften zugunsten eines zügigen Fahrradverkehrs überarbeiten würden. Dem dringenden Wunsch der Bürger nach mehr Umweltschutz und lebenswerteren Innenstädten kämen diesbezügliche Änderungen mit Zielrichtung besserer Verkehrsfluss für Radfahrer sehr entgegen.

 

Wolfram Schwarz

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Betr.: Leserbrief zum HAZ-Artikel „Zwei Wochen klimaneutral unterwegs“ -

 

Vorbildlich !! Da machen 30 Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft im Rahmen der Initiative „Hannover bewegt sich – Mobilität neu denken“ bei einem Fahrrad-Experiment mit. Vor kurzem wurde in einem HAZ-Artikel „Polizei kontrolliert Radfahrer“ über typisches Fehlverhalten von Radfahrern berichtet. Unter anderem wurde unerlaubtes „Linksfahren“ bemängelt. Ich würde gerne der einen oder anderen radfahrenden  „Führungskraft“ unauffällig folgen. Mit Sicherheit würde ich feststellen, dass auch denen als Radfahrer oftmals das Einhalten der autofreundlichen Verkehrsvorschriften – insbesondere das Rechtsfahrgebot - Probleme bereitet. Auch der ADFC ist der Meinung, dass das mehrmalige nicht notwendige Überquerungen von mehrspurigen Straßen erhebliche unnötige Zeitverluste verursacht. Radfahrer werden bereits bei Straßenplanungen nachrangig behandelt. Nach meiner Erfahrung brechen Radfahrer und Fußgänger zumeist die Regeln, weil bereits die Verkehrsplanung die Belange dieser beiden Gruppen nur äußerst unzulänglich berücksichtigt. Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad setzt voraus, dass Hemmnisse und Schikanen Zug um Zug abgebaut werden. Bei einigermaßen breiten Radwegen und gegenseitiger Rücksichtnahme sollte das Benutzen der linken Straßenseite häufiger erlaubt sein (…zumal Tempo 30 km/h für den Innenstadtbereich ohnehin angedacht ist). Fazit: die vom Gesetzgeber angestrebte deutliche Zunahme des Fahrradverkehrs verbunden mit einem positiven Umwelteffekt wird infolge unnötiger Ampelüberquerungen und sonstiger „Ausbremsungen“ konterkariert. Stereotype zügig abbauen - angesagt ist Mut zu Veränderungen!

 

Wolfram Schwarz

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Flexibilität in Behörden und Schulen in Zeiten der Pandemie

 

In Coronazeiten müssen sich viele Arbeitnehmer zunehmend auf flexible Arbeitseinsätze einstellen. Arbeitgeber in der Freien Wirtschaft können üblicherweise vorübergehende Einsätze in „Fremdabteilungen“ anordnen. Ein situationsbedingt erhöhtes (vorübergehendes) Arbeitsaufkommen muss mit flexibel einsetzbaren Arbeitskräften ausgeglichen werden, die wiederum situationsbedingt vorübergehend ein geringeres Arbeitsaufkommen haben. Diese Bereitschaft ist jedoch in vielen Berufsgruppen insbesondere im Landesdienst und in den Rathäusern  (noch) nicht ausreichend gegeben. Die notwendige Bereitschaft zu Flexibilität besonders in Pandemiezeiten wird auffallend häufig von weniger qualifizierten Arbeitskräften durchaus erwartet. Qualifizierte Arbeitnehmer verschanzen sich gerne hinter einem glorifizierenden Berufsethos. Viele in Ehren ergraute Mitarbeiter im gehobenen und höheren Öffentlichen Dienst, die sich über die Jahre von der Wirklichkeit auf dem von Konkurrenzkampf gezeichneten Arbeitsmarkt entfernt haben, möchten jedoch die eingefahrenen „Schleichwege“ nicht verlassen. Als Gegendruckmittel wird dann der „Dienst nach Vorschrift“ angedroht.

Leidvolle Erfahrungen diesbezüglich machen gerade viele Eltern schulpflichtiger Kinder. Unterrichtsfreie und unterrichtseingeschränkte Zeiten werden bei Weitem nicht ausreichend genutzt, um Schulkinder „alternativ“ zu unterrichten. Die sogenannte „Halbtagsmentalität“ ist leider bei vielen Lehrern noch Selbstverständlichkeit.

Eine Erfahrung im unmittelbaren Schulumfeld möchte ich beispielhaft zum Besten geben: Empfohlener Alternativunterricht erschöpft sich z.B. darin, den Eltern anzuraten „kaufen Sie Ihrem Kind ein Buch und lassen Sie sich den Inhalt erzählen“ oder: … „Die Matheaufgaben können Sie sich in Papierform in der Schule abholen“. Auf den Einwand hin, dass die Übermittlungsmöglichkeit e-mail/Internet durchaus zeitgemäß ist, antwortet die betroffene Lehrerin im Brustton der Überzeugung mit dem Argument, dass das Land Niedersachsen ihr die notwendige PC-Schulung nicht hat zukommen lassen.

GroßElternvorschlag: Jeder Viertklässler könnte diese Aufgabe übernehmen.  Armes Deutschland !!   

 

Wolfram Schwarz  

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Aktueller Artikel in der HAZ zu Polizeikontrollen in der City

In regelmäßigen Abständen wird uns Verkehrsteilnehmern unser fehlerhaftes Verhalten im Straßenverkehr aufgezeigt. Die Theorie in der StVO passt allerdings mit der Praxis im „wirklichen“ Verkehrsgeschehen“ nicht überein.

Angestrebt wird eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt. Dazu trägt im Wesentlichen die Tatsache bei, dass immer mehr Verkehrsteilnehmer auf das Fahrrad umsteigen. Z. B. käme allerdings bei strikter Umsetzung der „1,5 m – Abstandsregelung“ der Innenstadtverkehr zum Erliegen.

Oftmals befahren Radfahrer (aus vernünftigen und praktischen Gründen) die falsche Straßenseite. Häufiges Wechseln der Straßenseite verursacht unnötige zusätzliche Gefahren im Straßenverkehr. Bei strikter Einhaltung des (noch größtenteils vorgeschriebenen) Rechtsfahrgebots auf mehrspurigen breiten Straßen kommt es zu erheblichen zeitlichen Einbußen für die Radfahrer (mehrmaliges zeitraubendes Überqueren ampelgeschalteter Kreuzungen).

Für viele Radfahrer relativiert sich der Vorteil der Fahrradbenutzung infolge unnötiger Einschränkungen dahingehend, dass die Vorteile durch engstirnige Vorschriften wieder zunichte gemacht werden.

 

Fazit: es wird wieder das Auto benutzt !! Wie schön wäre es doch, wenn allein der § 1 der StVO für ein Miteinander im Straßenverkehr ausreichen würde !!

 

Wolfram Schwarz

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