Transplantationen - Es wird nicht ausreichend informiert!  (gedruckt) - QR Code Friendly

SZ vom 23.05.2014, Seite 15, Titel "Ein Mlliardengeschäft"
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Leserbrief zu einem Artikel über Nierenlebendspende

"Geben und Nehmen" von Christina Berndt in SZ 10.5.2014

 
Sehr geehrte Frau Berndt,

vielen Dank für Ihren sehr notwendigen Artikel zum Thema Nierenlebenspende.

Die Transplantationsmedizin gehört zu den verlogensten und brutalsten Bereichen unserer Gesellschaft. Ich habe mich einige  Moante intensiv mit diesem Thema befasst und konnte nicht glauben, auf was ich da gestoßen bin.

Obwohl im TPG die Pflicht zur umfassenden und ergebnisoffenen Aufklärung  der Bevölkerung über die Organspende angeordnet ist, findet sie nicht statt. Es werden nach wie vor nur die Werbebotschaften der DSO verbreitet. Wie passend, aber bestimmt nicht zufällig, ist der Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, Herr Baas, in seiner aktiven Zeit Transplantationsmediziner gewesen.
Bei der Organspende geht um das Milliardengeschäft mit den Immunsuppressiva. Dass hierfür an die 'Nächstenliebe' der Bürgern appelliert wird, ist für mich der Gipfel der Verworfenheit - und alle gesellschaftsrelevanten Kräfte machen hier mit, auch für die Kirchen spielt die Betreuung Sterbender, der 'Organspender' keine Rolle mehr. Selbst ansonsten unbestechliche Intellektuelle wie Roger Willemsen können bei diesem Thema plötzlich nicht mehr  1 + 1  zusammen zählen.
Ginge es der DSO und ihren Finanziers, der Pharmaindustrie, wirklich um Todkranke, die zu retten sind, könnten die Herrschaften damit anfangen, sich um die Hygiene in den Krankenhäusern zu kümmern. Da könnten sie jedes Jahr ganz schnell ca. 20.000  Leben retten. Allerdings würde das etwas kosten.

Dagmar Schön, München


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