Die Steuern sprudeln - trotz Demografie, Wirtschaftsflaute - wie geht das zusammen?

Die Steuereinnahmen in Deutschland beliefen sich im Jahr 2025 auf insgesamt rund 989,8 Milliarden Euro (vor der Steuerverteilung). Dies entsprach einem Zuwachs von etwa 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Von dieser Summe entfielen rund 415,3 Milliarden Euro auf die Bundesländer, 388,7 Milliarden Euro auf den Bund und 150,9 Milliarden Euro auf die Gemeinden. Quelle: Statistisches Bundesamt. Das sind gerade festgestellte Fakten und deshalb wirft sich eine Frage auf:

Wie kann das sein?

Es heißt, Deutschland muss in vielen Bereichen reformiert werden. Die Rentensicherheit, von Norbert Blüm einst versprochen, ist doch nicht mehr so vorhanden. Das Schulsystem ist seit Jahrzehnten zuletzt bedrohlich abgestürzt. Es fehlen Arbeitskräfte in allen Berufsbereichen. Firmen suchen ihr Heil in der in für sie lukrativere Länder. Das Gesundheitssystem wird immer stärker zum Zwei Klassen Apparat. Ein Netz aus Krankenkassen überzieht Deutschland und sie klagen unisono über Millionenverluste. Die Menschen in Deutschland werden immer älter, die geburtenstarken Jahrgänge gehen in den Ruhestand. Frauen können sich keine Kinder mehr leisten, weil der Staat sie mit ihren Alltagssorgen und finanziellen Nöten nicht mehr im Blick hat. Überall gibt es natürlich Ausnahmen – Wer gut situiert ist, hat, solange seine Gesundheit nicht gefährdet ist, keine Probleme und Kinder sind kein Armutsrisiko. Ein hoher prozentualer Anteil von Ukrainern, die vor dem Krieg nach Deutschland geflohen sind, denken überhaupt nicht daran zu arbeiten. Sie lassen sich von Steuergeldern ihren Lebensunterhalt finanzieren. Die militärische Aufrüstung verschlingt Unsummen und verpufft bisher beinahe wirkungslos. Die Bürokratie nimmt immer bizarrere Formen an, der Staat versagt hier ebenfalls bei dem Abbau. Wir haben marode Schulen, ein kläglich versagendes Schulsystem, ein desolates Gesundheitssystem, Eine Armee, die nicht einsatzbereit ist, eine nicht vorhandene Familienförderung, Eine unwillige, weil vom Staat verunsicherte, verängstigte Jugend, die mit Sicherheit unter vernünftigen Rahmenbedingungen ihren Beitrag für eine gesicherte Zukunft leisten würde. Kurzum: Deutschland muss grundlegend, mit Augenmaß und Verstand reformiert werden! Was aber zurzeit als Reform bemäntelt wird, ist nichts weiter als eine Summe von Kürzungen, Repressalien und nicht zu Ende gedachten Vorschlägen, die keine der Probleme Deutschlands lösen werden – sie werden die bisherige Mittelschicht noch mehr verängstigen und den finanzschwachen Menschen endgültig in die Armut treiben. Während andererseits die Konzerne Milliardengewinne einstreichen, schaut das Kartellamt tatenlos zu. Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich…

Weshalb werden stetig wachsende Steuereinnahmen, die im Widerspruch zur Situation Deutschlands stehen und deshalb nur dreisten Diebstahl bedeuten können, nicht dafür genutzt, um dieses kaputtregierte Land wieder auf Kurs zu bringen? Es versteht niemand! Das bedeutet für viele Menschen, dass es in diesem Staat nur darum geht, solange wie möglich schwindelerregende Profite zu erzielen und wer dazu nicht in der Lage ist und auf der Strecke bleibt – hat eben leider Pech gehabt. Tarife werden ausgehöhlt, vernichtet, der Acht Stunden Tag ist in Gefahr, Wohnen ist unter Umständen existenzbedrohend. Der Kapitalismus hat seine raubierhafte Fratze wieder und agiert, politisch unterstützt, ähnlich dreist, verlogen und brutal wie zu Zeiten von Marx und Engels. Steuergelder werden für Lobbyarbeit genutzt, für die Alimentierung von Migranten, die nicht arbeiten wollen, weil für sie das Kinder in die Welt setzen trotz Arbeitsablehnung vom Staat lukrativ honoriert wird. Unsere Steuergelder versickern in afrikanischen Staaten, werden in der Ukraine zu Kriegsschrott - und werden nicht sinnvoll zur Behebung deutscher Missstände eingesetzt!

Joachim Zieseler


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2 Kommentare

  • Ich kann es nicht mehr hören, bin es so leid, die ewige Miesmacherei die m.E. auch auf dieser Plattform zu oft und offensichtlich häufig mit kaum verhehlter Freude und Genugtuung geäußert wird. Ideen zur Verbesserung der Situation: Fehlanzeige! Dass in Deutschland die Infrastruktur bröckelt, die Bahn ein Sanierungsfall ist und die Bundeswehr kaputtgespart wurde, das alles ist hier und überall hundertfach rauf und runterdiskutiert worden, die hundertundeinte Wiiederholung bringt hier wahrlich keinen neuen Erkenntnisgewinn. Zudem werden "Tatsachen" durch Weglassen oder unkorrekte Behauptungen zurechtgebogen, damit sie in das hier zelebrierte Untergangsszenario passen. Beispiel gefällig: Die "sprudelnden Steuereinnahmen" 2025 setzen sich 2026 leider nicht fort, sondern die neueste Steuerschätzung errechnet einen Steuerausfall von 17,8 Milliarden in 2026. Dieser Ausfall wird sich bis 2030 mit jährlich rund 17 Milliarden € fortsetzen."Stetig wachsende Steuereinnahmen und dreister Diebsrtahl durch den Staat" ist hier wohl nicht mehr als Polemik. Auch die angeblich "nicht vorhandene Familien- oder Frauenförderumng" hält einem Vergleich mit anderen Industrieländern durchaus Stand: Für unser im Wesentlichen durchaus leistungsfähiges Sozialsystem beneiden uns viele andere Länder. Natürlich ist es inzwischen ausgeufert und zu teuer, natürlich muss auch hier gespart werden. Jahrzehntelange Wohltaten haben in unserem Land ein Anspruchsdenken hervorgebracht, welches jegliche Reformbemühungen zu wütenden Protesten von allen Seiten veranlasst. Soviel zu der "Summe von Kürzungen und Repressalien": auch hier wohlfeile Polemik ohne den Versuch, eine Lösung anzubieten.Und dann die üblichen Neiddebatten: die "Migranten, die nicht arbeiten, sondern sich ihre Kinder vom Staat finanzieren lassen, die Ukrainer, welche "nicht daran denken, zu arbeiten" die Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Aggresssor, welche nur "Kriegsschrott auf Kosten deutscher Steuerzahler produziert" die Steuermilliarden, welche im Rahmen der Entwickelungshilfe in "afrikanischen Staaten versenkt werden"...auch diese "Argumente" sind ja nicht neu, werden durch ständige Wiederholungen aber nicht besser. Dieser Brief ist einer von tausenden in der Sache fast gleichlautenden, die in Deutschland täglich überall verbreitet werden. Und jeder dieser destruktiven Ergüsse trägt ein wenig mehr zu der Untergangsstimmung bei, die sich in unserem Land inzwischen breitgemacht hat. Ludwig Ehrhard hat mal gesagt: (Wirtschafts)politik ist zum großen Teil Psychologie. Wenn ständig und überall alles schlecht geredet wird, besteht die Gefahr der "sich selbst erfüllenden Prophezeiung". Ein wenig mehr positives Denken, ein wenig mehr Blick auf die Stärken und guten Seiten, welche dieses großartige Land immer noch zum Sehnsuchtsort vieler Menschen auf der Welt macht und ein weniger destruktives Gerede würden uns allen sicherlich gut tun. Und ja, zu Marx und Engels möchte ich nun wirklich nicht zurückkehren. Wolfgang Theine
    • Sehr geehrter Herr Theine, ich nehme ausschließlich Bezug auf diese brillante Äußerung, die Sie Ihrem Kommentar vorangestellt haben: 

      Ich kann es nicht mehr hören, bin es so leid, die ewige Miesmacherei die m.E. auch auf dieser Plattform zu oft und offensichtlich häufig mit kaum verhehlter Freude und Genugtuung geäußert wird. Ideen zur Verbesserung der Situation: Fehlanzeige!

      Sie haben den Text gelesen, - nicht gehört. Niemand schreibt, wenn er zornig ist, mit unverhohlener Freude und Genugtuung. Wer nach 49 Berufsjahren (KFZ Lackierer, KFZ Schlosser, Werksfernfahrer, Handwerksmeister, Werkstattleiter, Lehrausbilder, Berufsschullehrer, Lehrer / Ausbilder in der JSA) und nach mehr als zehn Jahren Rentenbezug nunmehr über eine Nettorente von 1527 € verfügen darf, (nach mehrfacher Erhöhung...), dem stellen sich Fragen.

      Weiterhin: In der Aufzählung der Missstände finden sich tatsächlich keine expliziten Ideen, (Dafür werden Experten beauftragt und entlohnt) Aber zwischen den Zeilen liest man doch Lösungsansätze? Einstellung der Subventionierung nicht arbeitender Migranten, KITA Plätze für ALLE Kinder berufstätiger Frauen und zwar kostenlos. Reformierung des miserablen Schulsystems. Statt beinahe ausnahmslos hochpreisige Miet,-und Eigentumswohnungen zu errichten, sollten wieder sozialverträgliche Wohnbereiche geschaffen werden.

      Nun, Herr Theine, ich möchte nicht in endlosen Aufzählungen lustvoll schwelgen, nur soviel zuletzt: Entweder sind Sie ein Asket, der auf alles Materielle verzichtet und deshalb alles lobpreist, außer die Dreistigkeit der Bürger, die sich im Sozialstaat suhlen und alles mitnehmen, was möglich ist. Ein Kanzler nannte es einmal Mitnehmermentalität...Oder aber - und das vermute ich - Sie sind so gut situiert, dass Ihnen die Probleme, die Handwerker, Dienstleister aller Art, alleinerziehende Mütter und Rentner in diesem Staat haben, völlig am Arsch vorbeigehen. Sie müssen sich vermutlich nicht überlegen, ob sie noch einmal tanken oder lieber Grundnahrungsmittel einkaufen, müssen sich nicht  völlig nackig machen, um ein paar Euro Wohngeld zur Miete zu erhalten. Kultur kann für Sie hochpreisig sein, ich suche preiswerte Veranstaltungen, billige Sitzplätze, um überhaupt Kultur hin und wieder erleben zu können. 

      Mehr mag ich Ihnen nicht zumuten, Sie werden kein Verständnis haben, das erwarte ich auch nicht. 


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