zum Interview MdB Hoffmann vom 03.09.2026
Die Diskussion über Frühverrentung nach 45 Jahren im Beruf bin ich Leid. Nur so zum Beispiel an einem Bürokaufmann, -frau. Er / Sie fängt mit 16 Jahren an und arbeitet bis 67, also 51 Jahre. Ein Volljurist, wie Herr Hoffman, fängt mit ca.27 Jahren an und müsste dann bei gleicher Arbeitszeit, 51 Jahre (ohne Anrechnungszeiten), bis zu seinem 78 Lebensjahr arbeiten. Das am Renteneintrittsalter etwas getan werden muss, ist allen die Rechnen können bewusst. Wäre es aber nicht gerechter, das Renteneintrittsalter aus einer Kombination des Lebensalters, gekoppelt mit Versicherungsjahren festzulegen (Lebensalter 65 und mindestens 45 Berufsjahre)? Der Eintritt ins Berufsleben startet später, somit würde auch der Start in die Rente später erfolgen. Anstrengende Berufe könnten mit einem höheren Faktor pro Rentenversicherungsjahr bewertet werden. Damit unsere Bundestagsabgeordneten (Mehrheit der Bundestagsabgeordneten hat keinen handwerklichen Beruf erlernt) mal einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen, sollten sie während einer Legislaturperiode mal 14 Tage am Stück in der Produktion arbeiten: Als Hilfsarbeiter, in der Pflege, am Bau, Kinderbetreuung etc. Das würde vielleicht auch den Zulauf zur AfD stoppen, Apropos AfD, junge Wähler sollten sich mal anschauen was diese Partei zur Rente schreibt: Höhere Eigenverantwortung. Sprich noch weniger, wenn man nicht selber vorsorgt.
Bernd Hörlin
